Hier nun erstmal einige grundlegenden Begriffe zum Thema Strom, wer sich damit schon auskennt kann sofort zum nächsten Thema „Das Equipment“ oder „Wie stelle ich mir das Equipmet zusammen“, „wie baue ich es auf“ wechseln.
Die Grundlagen.
Es gibt zwei verschiedene gängige Arten in denen uns der Strom zur Verfügung steht. Das ist zum einen der ganz normale Wechselstrom, wie er bei jedem aus der Steckdose kommt und es gibt den Starkstrom oder auch Drehstrom genannt.
Der Wechselstrom hat eine Spannung von U=230V und kommt meistens aus einer sogenannten Schutzkontakt Steckdose [Schukodose]. In dieser Steckdose gibt es drei Drähte. Die Phase [P] (schwarz) den Nullleiter [N] (blau) und den Schutzleiter [Pe] (grün-gelb). Eine Schukodose ist immer mit maximal 16A abgesichert, wir sprechen zukünftig immer nur von Schuko und meinen damit eine Schutzkontaktsteckdose, die mit 16A abgesichert ist.
Die nächste Art ist der Starkstrom oder auch Drehstrom. Dieser wird jedem von den runden roten Steckdosen mit den 5 polen her bekannt sein. In so einer Starkstrom Steckdose [CEE-Dose] liegen 5 Adern vor: drei Phasen [P1, P2, P3] (schwarz, braun, schwarz), dem Nulleiter [N] (blau) und natürlich dem Schutzleiter [Pe] (grün-gelb). Die Phasen unterscheiden sich im einzelnen nicht von denen der Schukodose. Auf die Spannung von U=400V kommt man, wenn man zwei Phasen verwendet (z.B. P1-P2). Wenn man eine Phase und den Nulleiter verwendet (P-N), kommt man auf eine Spannung von U=230V. Diesen Effekt können wir ausnutzen und bekommen so aus einer Drehstromdose 3 Schukodosen bei der jede einzelne mit 16A belastbar ist.
Dieses funktioniert aber nur, wenn wir eine 16A CEE – Dose (eine mit 16A abgesicherte Dreh-, bzw. Kraftstromdose) haben. CEE – Dosen haben im Gegensatz zu den Schukodosen auch höherabgesicherte Vertreter, die sich dann auch in der Größe unterscheiden, so dass keine unabsichtlichen Querverbindungen geschaffen werden können. Gängige Vertreter sind die 16A, die 23A , die 63A und in ganz seltenen fällen die 125A CEE Dose. Was man genau für eine CEE - Dose hat kann man mit einem Blick auf den Schutzdeckel feststellen dort steht die Amperezahl, für welche die Dose ausgelegt ist.
Wie schon gesagt kann man, wenn man viele Schukodosen braucht auch eine CEE – Dose splitten, das geschieht ganz einfach nur dadurch, dass man in je eine Schukodose eine Phase legt und den Nullleiter und den Schutzleiter durchschleift. Sollte eine höher abgesicherte CEE – Dose vorliegen muss man noch Vorsicherungen vorschalten. Da gibt es natürlich auch wieder verschiedene Typen die wir einmal grob beschreiben wollen.
Drei Typen interresieren uns jetzt. Das sind die Sicherungsautomaten, das vieldiskutierte Thema des FI – Schalters und die NEOZED – Schraubsicherungen.
Die Sicherungsautomaten. Sind eine sehr praktische Erfindung, da sie bei einer Überlastung den Stromkreis trennen, sich aber nicht selbst dabei zerstören, wie das z.B. bei Schmelzsicherungen, wo einfach nur ein Draht durchschmilzt, der Fall ist. Der gängigste Vertreter ist der B-16 Typ. Das B interessiert uns nicht weiter. Die 16 beschreibt den Strom bei welchem der Sicherungsautomat auslöst.
Der nächste Vertreter ist der FI - Schalter (Fehlerstromschutzschalter). Diesen wollen wir hier heute nur ganz kurz abhandeln, wen das Thema mehr interessiert, soll in den gängigen FAQ oder anderen Beschreibungen nachlesen, da eine ausführliche Behandlung diesen Rahmen Sprengen würde. Um es ganz kurz zu sagen ein FI - Schalter misst den Strom der über die Phase rein und den Nulleiter rausläuft gibt es da Differenzen (den Fehlerstrom IF) löst der FI - Schalter aus. Die normal gängigen FI – Schalter im Haushalt haben einen IF von 30mA. Da Computer allerdings einen sehr hohen Fehlerstrom produzieren und das schon auf sehr vielen LAN-Partys für Probleme gesorgt hat verwenden wir FI – Schalter mit einem IF von 500mA. Diese haben sich auch schon vielfach bewährt und haben nur in Notfällen ausgelöst.
Nun wollen wir noch schnell über die NEOZED- Schraubsicherungen sprechen, diese dienen meistens als Vorsicherungen und gehen bis maximal 63A. Ein Nachteil ist, dass sie wenn sie einmal ausgelöst haben nicht mehr zu verwenden sind da dort nur ein Draht durchschmilzt. Daher gibt es bei jedem Verteiler von uns ein Satz Reserve Sicherungen dazu.